Familienbund der Katholiken

 

 

 

 

 


Erster Elternaufstand der Bundesrepublik

Der Deutsche Familienverband (DFV) und der Familienbund der Katholiken (FDK) haben 2015 die Kampagne "Wir jammern nicht, wir klagen!" ins Leben gerufen und damit den ersten Elternaufstand der Bundesrepublik initiiert.

"Die Sozialversicherung ist ein gutes, aber auch ein dringend reformbedürftiges System. Das Thema ist komplex, aber für alle Eltern von großer Wichtigkeit", sagt Georg Zimmermann, Landesgeschäftsführer des Familienbundes Baden-Württemberg. "Unser Erklär-Film zeigt leicht verständlich, wie Familien verfassungswidrig behandelt werden und wie sie sich dagegen wehren können."
Der Erklär-Film kann auf dem YouTube-Kanal von elternklagen.de angesehen werden.
Pressemitteilung

 

Familien müssen in Situationen, in denen sie sich ungerecht behandelt fühlen für ihre Rechte aktiv werden. Deshalb beteilige ich mich an der Kampagne. Machen auch Sie mit, damit Familien familienpolitisch präsent sind und unterstützen Sie diese sehr wichtige und einflussreiche Aktion.

Dorothea Kirchner-Leis
stellvertr. Diözesanvorsitzende
Familienbund der Katholiken
Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

 



Gerechtigkeit fällt weder vom Himmel und noch sprießt sie einfach aus der Erde. Deshalb müssen Eltern für ihre Ansprüche an die gerechte Gesellschaft kämpfen.
Ich bin dabei.

Karlheinz Heiss
Diözesanvorsitzender
Familienbund der Katholiken
Diözese Rottenburg-Stuttgart


www.elternklagen.de

 

 

 


 

Pressemitteilung
Stuttgart, 4. Februar 2015

Vierzehn Jahre ohne politische Konsequenz: Wir jammern nicht, wir klagen!

Ein 2001 verkündetes wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung bleibt auch nach 14 Jahren ohne politische Konsequenz. Familien werden in den Beiträgen zur Sozialversicherung verfassungswidrig belastet, indem neben ihren Geldbeiträgen der gleichwertige Erziehungsbeitrag noch immer nicht berücksichtigt wird. Um das nicht länger hinzunehmen, starten der Deutsche Familienverband (DFV) und der Familienbund der Katholiken (FDK) die gemeinsame Kampagne „Wir jammern nicht – wir klagen!“. Die beiden größten Familienverbände Deutschlands setzen sich auf diesem Weg aktiv für eine verfassungstreue Beitragsgestaltung in den Sozialversicherungen ein.

„Familien zahlen doppelt in die Gesetzliche Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung ein – generativ durch die Erziehung ihrer Kinder und finanziell durch Geldbeiträge. Das werden wir nicht länger hinnehmen!“, betont FDK-Präsident Stefan Becker. „Mit unserer Kampagne machen wir mobil gegen politische Ignoranz und verhelfen Familien zu mehr Gerechtigkeit!.“ DFV-Präsident Dr. Klaus Zeh kritisiert: „Es ist dringend erforderlich, Familien – wie im Steuerrecht - auch in den Beiträgen zur Sozialversicherung zu entlasten. Steuerentlastungen allein schaffen keine Familiengerechtigkeit. Eine verfassungsgemäße Neugestaltung setzt Kinderfreibeträge in der Beitragsgestaltung voraus.“

Das Bundesverfassungsgericht hatte den Gesetzgeber 2001 aufgefordert, den generativen Beitrag von Eltern anzuerkennen und die bestehende Benachteiligung von erziehenden Versicherten auszuräumen. Es gebot dem Gesetzgeber, auch die anderen Zweige der Sozialversicherung auf Familiengerechtigkeit zu überprüfen. Das ist bis heute nicht geschehen. „Bei dem ab 2015 aufzubauenden kapitalgedeckten Vorsorgefonds wird stattdessen die Kindererziehung als generativer Beitrag erneut ignoriert. Das ist ein Skandal!“, betont Zeh. Und auch der unwesentlich höhere Beitrag für Kinderlose in der gesetzlichen Pflegeversicherung entlastet nicht wie geboten die Familien, sondern soll künftige Beitragsanhebungen abfedern.

Die Kampagne „Wir jammern nicht – wir klagen!“ mobilisiert Familien, sich gegen zu viel erhobene Beiträge zu wehren. Eltern sind aufgefordert, bei ihrer Krankenkasse Widerspruch gegen die Beitragshöhe in der Gesetzlichen Pflege-, Renten- und Krankenversicherung einzulegen. Der Familienbund der Katholiken und der Deutsche Familienverband unterstützen die Aktion mit juristisch geprüften Muster-Einsprüchen und Muster-Klagen. Derzeit stehen drei Musterklagen vor dem Bundessozialgericht. Mehr Informationen finden Sie hier: www.elternklagen.de.

 

Familienbund der Katholiken, Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart
Jahnstraße 30, 70597 Stuttgart, 0711  9791-314, E-Mail: Familienbund@blh.drs.de, V.i.S.d.P. Beate Gröne

 

 

 

Rentenspiel


Am 15. März 2013 fiel der Startschuss zur Kampagne für Familiengerechtigkeit des Familienbundes der Katholiken.
Der demographische Wandel macht uns bewusst, dass unsere Alterssicherung ohne Kinder keine Chance hat. Aber wie wird die Erziehungsleistung der Familien bewertet, die mit ihren Kindern die Zukunft erst möglich machen? Wir  meinen: viel zu gering. Eltern – vor allem Mütter – die für die Kindererziehung im Beruf kürzer treten, sind stark von Altersarmut bedroht. Und Eltern und Kinderlose mit gleichem Einkommen zahlen Rentenbeiträge in gleicher Höhe, obwohl Eltern zusätzlich für ihre Kinder und damit für künftige Beitragszahler sorgen. Das ist nicht fair. Familien tragen doppelt zur Rentenversicherung bei.
Übrigens: Auch das Bundesverfassungsgericht ist dieser Meinung.
Hier gelangen Sie zur Homepage www.rente-sich-wer-kann.org